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News zum aktuellen Geschehen
in Rechtsprechung, Politik und in der Kanzlei

Hier informieren wir regelmäßig über Entwicklungen in der Rechtsprechung und im politischen Bereich in den von uns bearbeiteten Rechtsgebieten, dem Medienrecht, Wettbewerbsrecht, KI-Recht, Urheberrecht, Markenrecht, Presserecht sowie dem Datenschutz- und Informationsfreiheitsrecht. Außerdem gibt es Einblicke in den Kanzleialltag.

  • Apple-Pay Betrug Kreditkartenbetrug
    • Kreditkartenbetrug

    OLG Karlsruhe hat entschieden: Bank haftet für Apple-Pay-Betrug über 42.000 Euro

    Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat erneut klargestellt: Banken müssen für nicht autorisierte Zahlungsvorgänge einstehen, wenn sie keine ausreichende starke Kundenauthentifizierung sicherstellen. Im konkreten Fall musste eine Bank über 42.000 Euro erstatten, die über Apple Pay von einem fremden Gerät abgebucht worden waren.

  • Social Media Risiken für Kinder
    • Politik

    Nach Australien-Vorbild: Britisches Oberhaus fordert Social-Media-Verbot unter 16

    Das britische Oberhaus hat mit 261 zu 150 Stimmen für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gestimmt und erhöht damit den Druck auf Premierminister Keir Starmer, ein solches Verbot nach australischem Vorbild einzuführen. Plattformbetreiber wie TikTok oder Instagram müssten Konten Minderjähriger löschen und robuste Altersverifikationen einführen, mit hohen Bußgeldern bei Verstößen.

  • Mediendebatte bei Lanz - Der Umgang mit Desinformationen und Lügen im demokratischen Diskurs
    • Äußerungsrecht

    Algorithmen regulieren statt Meinungen bestrafen – neuer LTO-Gastbeitrag zum Umgang mit Desinformation und Lügen im demokratischen Diskurs

    Ein neuer Gastbeitrag von Carl Christian Müller ist bei der Legal Tribune Online (LTO) erschienen. Unter dem Titel „Algorithmen regulieren statt Meinungen bestrafen“ setzt sich der Beitrag mit der Frage auseinander, wie der Rechtsstaat auf Desinformation, Polarisierung und digitale Empörungsdynamiken reagieren sollte, ohne die Meinungsfreiheit zu gefährden.

  • Hasspostings
    • Medienrecht

    Kein Löschungsanspruch von DUH-Chef gegen Facebook-Gruppen trotz Hasskommentaren

    Das Kammergericht (KG) Berlin hat entschieden, dass Facebook keine Verpflichtung hat, ganze Gruppen zu löschen, auch wenn dort vereinzelt Hasskommentare erscheinen. In dem Urteil vom 23. Dezember 2025 (Az. 10 U 190/23) wies das KG die Berufung des Geschäftsführers der Deutschen Umwelthilfe (DUH), Jürgen Resch, zurück. Bereits das Landgericht Berlin II (Az. 27 O 97/22) hatte zuvor einen entsprechenden Löschungsanspruch verneint. Wir werfen ein Blick auf den Fall.

  • EU verschärft Durchsetzung von DSA und DMA
    • Politik

    EU verschärft Durchsetzung von DSA und DMA: Strengere Kontrollen ab 2026 angekündigt

    Die Europäische Kommission plant für 2026 eine deutlich strengere Durchsetzung des Digital Services Act (DSA) und des Digital Markets Act (DMA). Vor allem große US‑Techkonzerne geraten damit stärker ins Visier der EU‑Aufsichtsbehörden. Was Brüssel mit dem neuen Kurs erreichen will und welche politischen Spannungen sich dabei abzeichnen.

  • KI im Unterricht
    • KI Recht

    VG Hamburg: ChatGPT-Nutzung in Prüfungen ist Täuschung – auch ohne ausdrückliches Verbot

    Das Verwaltungsgericht Hamburg hat mit Beschluss vom 15. Dezember 2025 (Az. 2 E 8786/25) entschieden, dass die Verwendung von ChatGPT bei schulischen Prüfungsleistungen als Täuschungshandlung zu werten ist, selbst dann, wenn kein ausdrückliches Verbot der Nutzung von Künstlicher Intelligenz besteht.

  • Angeklagte wegen Cybermobbings gegen Brigitte Macron verurteilt
    • Medienrecht

    Paris verurteilt Cybermobber gegen Brigitte Macron

    Ein Gericht in Paris hat zehn Personen wegen Cybermobbings gegen Frankreichs First Lady Brigitte Macron verurteilt. Die Urteile umfassen Haftstrafen auf Bewährung sowie verpflichtende Sensibilisierungskurse. Der Kampf gegen Hass im Netz wird immer präsenter.

  • LG Hamburg hält die Correctiv-Aussage "'Masterplan' zur Ausweisung deutscher Staatsbürger" für zulässig
    • Äußerungsrecht

    LG Hamburg billigt Correctiv-Formulierung zum ‘Masterplan zur Ausweisung deutscher Staatsbürger’

    Das Landgericht Hamburg hat die Klagen zweier Teilnehmer des sogenannten Potsdamer Treffens gegen die Berichterstattung von Correctiv zur Recherche „Geheimplan gegen Deutschland“ vollständig abgewiesen. Nach Auffassung der Pressekammer ist insbesondere die Formulierung eines „Masterplans zur Ausweisung deutscher Staatsbürger“ rechtlich zulässig, obwohl unstreitig bei dem Treffen nicht über konkrete Ausweisungen deutscher Staatsbürger im technischen Sinn gesprochen wurde.

  • Gebäude des EGMR in Straßburg
    • Äußerungsrecht

    Disziplinarmaßnahme gegen rumänischen Richter wegen Facebook-Posts verletzt Meinungsfreiheit

    Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat in der Grand Chamber mit Urteil vom 15. Dezember 2025 endgültig entschieden, dass Rumänien das Recht auf Meinungsfreiheit nach Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention verletzt hat, indem es einen Richter für Äußerungen auf seiner Facebook-Seite disziplinarisch bestraft hat.

  • Urteil LG Lübeck Datenpunkte bei Meta
    • Datenschutzrecht

    Meta muss Daten-Tracking über Drittseiten ohne Einwilligung stoppen – 5.000 Euro Schadensersatz pro Fall

    Das Landgericht Lübeck hat Meta (ehemals Facebook) zur Unterlassung von Datenverarbeitungen über sogenannte Meta Business Tools ohne wirksame Einwilligung der Nutzer verurteilt (Urteil vom 27.11.2025, Az. 15 O 15/24). Außerdem sprach das Gericht dem Kläger 5.000 Euro immateriellen Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO zu.

  • Symbolbild zu Hasspostings auf der Plattform X und den rechtlichen Herausforderungen bei der Durchsetzung von Persönlichkeitsrechten nach dem DSA.
    • Medienrecht

    Hass im Netz: Armin Wolf verklagt X

    Hasspostings sind rechtlich oft eindeutig einzuordnen, ihre Verfolgung scheitert in der Praxis jedoch regelmäßig an der mangelnden Mitwirkung großer Plattformbetreiber. Ein aktueller Rechtsstreit des österreichischen ORF-Journalisten Armin Wolf mit der Plattform X zeigt, welche rechtlichen Ansatzpunkte bestehen, um trotz anonymer Accounts und internationaler Konzernstrukturen wirksam gegen digitale Rechtsverletzungen vorzugehen.

  • Berliner Mauer 1961-1989
    • Medienrecht

    Historischer Zettel, aktueller Streit: OVG Münster befasst sich mit Auskunftsanspruch zum Schabowski-Zettel

    Vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) Nordrhein-Westfalen in Münster wird am kommenden Dienstag (16. Dezember) über die Berufung im Streit um den sogenannten „Schabowski-Zettel“ verhandelt, das handbeschriebene Blatt, das 1989 durch Günter Schabowskis berühmten Satz den Fall der Berliner Mauer auslöste.