News zum aktuellen Geschehen
in Rechtsprechung, Politik und in der Kanzlei

Hier informieren wir regelmäßig über Entwicklungen in der Rechtsprechung und im politischen Bereich in den von uns bearbeiteten Rechtsgebieten, dem Medienrecht, Wettbewerbsrecht, KI-Recht, Urheberrecht, Markenrecht, Presserecht sowie dem Datenschutz- und Informationsfreiheitsrecht. Außerdem gibt es Einblicke in den Kanzleialltag.

  • Abmahnung von Sandhage - kostenlose Erstberatung bei Mueller.legal Rechtsanwälte
    • Produktkennzeichnung

    Sandhage mahnt wieder ab: CE-Kennzeichnung, Herkunftsangaben und Grundpreise im Fokus

    Nach einer längeren Phase mit weniger Aktivität mehren sich aktuell wieder Abmahnungen im Onlinehandel. Im Zentrum steht erneut Rechtsanwalt Gereon Sandhage, der im Auftrag verschiedener Unternehmen gegen vermeintliche Wettbewerbsverstöße vorgeht. Betroffen sind insbesondere Händler:innen auf Plattformen wie eBay und Amazon.

    Die aktuellen Fälle zeigen, dass bereits vermeintlich kleine Ungenauigkeiten bei Produktangaben schnell zu kostenintensiven Abmahnungen führen können.

  • LG Bamberg zu YouTube-Sponsoring: 10-Sekunden-Hinweis reicht nicht aus
    • Plattformregulierung

    LG Bamberg: 10-Sekunden-Hinweis reicht nicht – strengere Maßstäbe für Influencer-Werbung auf YouTube

    Das Landgericht Bamberg hat die Anforderungen an die Kennzeichnung gesponserter Influencer-Videos auf YouTube deutlich konkretisiert. Nach dem Urteil vom 11. März 2026 genügt ein nur rund zehn Sekunden eingeblendeter Hinweis wie „Enthält bezahlte Werbung“ nicht, wenn der kommerzielle Charakter des Videos dadurch nicht klar, eindeutig, hervorgehoben und „in Echtzeit“ erkennbar wird. Zudem müsse die finanzierende dritte Person benannt werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

  • Deepfakes, digitale Gewalt und Strafrecht
    • Plattformregulierung

    Digitale Gewalt regulieren: Warum der Fokus zunehmend auf Plattformen liegt

    Die Diskussion um Deepfakes und digitale Gewalt wird derzeit vor allem strafrechtlich geführt. Der Fall Ulmen zeigt jedoch: Die eigentliche Herausforderung liegt häufig nicht nur im „Ob“ der Strafbarkeit, sondern im „Wie“ der Durchsetzung.

  • Deepfakes, digitale Gewalt und Strafrecht
    • Reputationsschutz

    Deepfakes, digitale Gewalt und Strafrecht: Fall Ulmen rückt Reformbedarf in den Fokus

    Die Vorwürfe im Fall Ulmen rücken ein Thema in den Fokus, das juristisch zunehmend an Bedeutung gewinnt: digitale Gewalt und Deepfakes. Die Bundesregierung reagiert – ein Gesetzentwurf steht kurz bevor.

  • Social-Media-Verbot für Minderjährige in Deutschland
    • Politik

    Social-Media-Verbot für Minderjährige: Gutachten stellt nationale Lösungen infrage

    Die Diskussion über ein Social-Media-Mindestalter in Deutschland hat sich seit Februar deutlich konkretisiert. Während damals vor allem politische Vorschläge im Raum standen, liegen inzwischen erste Initiativen auf Bundesratsebene und ein aktuelles Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages vor, das teils erhebliche rechtliche Bedenken aufzeigt.

  • Oberlandesgerichte Celle und Bamberg untersagen Rossmann und Netto die Abgabe von Zigaretten an Minderjährige

    Mueller.legal setzt Jugendschutz durch: Gerichte untersagen Rossmann und Netto Zigarettenverkauf an Minderjährige

    Das Jugendschutzgesetz verbietet die Abgabe von Zigaretten an Minderjährige. Zwei aktuelle Entscheidungen verdeutlichen, dass Verstöße gegen dieses Verbot im Eilverfahren zügig unterbunden werden können. Mueller.legal hat für den Verbraucherschutzverband Pro Rauchfrei e. V. in zwei Verfahren vor den Oberlandesgerichten Celle und Bamberg erfolgreich durchgesetzt, dass Rossmann und Netto keine Zigaretten mehr an Minderjährige verkaufen dürfen.

  • Debatte um IPPC Law Abmahnungen für Sony eskaliert - Christian Wolf spricht Problematik öffentlich an
    • Social Media Abmahnungen

    Abmahnungen wegen Musik auf Social Media: Debatte um IPPC Law Abmahnungen für Sony eskaliert

    Creator Christian Wolf macht derzeit öffentlich auf eine Welle von Abmahnungen wegen Musiknutzung auf Social Media aufmerksam. Seine Beiträge erreichen ein Millionenpublikum und treffen einen Nerv. Juristisch ist vieles geklärt. Praktisch aber zeigt sich ein System, das mit der Realität von Social Media nur schwer Schritt hält.

  • unterschiedliche gerichtliche Bewertungen derselben Äußerung im Presserecht
    • Äußerungsrecht

    Fliegender Gerichtsstand im Presserecht: Correctiv-Verfahren in Berlin und Hamburg mit gegensätzlichen Ergebnissen

    Im Presserecht werden Reichweite, Aussagegehalt und Kontext einer Formulierung im Einzelfall gewürdigt. Gerade deshalb kann es eine erhebliche praktische Rolle spielen, welches Gericht über eine Äußerung entscheidet. Die Verfahren rund um die Correctiv-Recherche zum Potsdamer Treffen veranschaulichen das: Das Landgericht Berlin II untersagte zentrale Aussagen, während das Landgericht Hamburg eine zentrale Passage derselben Berichterstattung später als zulässige Wertung ansah.

  • Kennzeichnungspflicht Influencer Marketing bei Testfahrzeugen
    • Wettbewerbsrecht

    Pressereisen und Testfahrzeuge können Influencer-Beiträge kennzeichnungspflichtig machen

    Das Oberlandesgericht Karlsruhe hat mit Urteil vom 3. März 2026 (Az. 14 UKl 2/24) die Anforderungen an die Kennzeichnung kommerzieller Kommunikation auf Social-Media-Plattformen präzisiert. Danach können bereits kostenlos zur Verfügung gestellte Produkte sowie übernommene Reise- und Verpflegungskosten eine kennzeichnungspflichtige Gegenleistung darstellen.

    Im entschiedenen Fall muss eine Influencerin künftig unterlassen, Instagram-Beiträge über Fahrzeuge verschiedener Hersteller ohne Werbekennzeichnung zu veröffentlichen.

  • 3D Designer CAD Modell - neue Vorgaben für Softwareprodukte durch das Produkthaftungsgesetz
    • Zivilrecht

    Modernisierung des Produkthaftungsrechts – Bundestag berät Neuausrichtung für Software, KI und vernetzte Produkte

    Der Bundestag hat am 4. März 2026 den Regierungsentwurf zur Modernisierung des Produkthaftungsrechts in erster Lesung beraten und an den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz überwiesen. Mit dem Entwurf soll die Richtlinie (EU) 2024/2853 umgesetzt werden. Zugleich soll das bisherige Produkthaftungsgesetz von 1989 durch ein neues Stammgesetz ersetzt werden. Das neue Recht soll grundsätzlich für Produkte gelten, die ab dem 9. Dezember 2026 in Verkehr gebracht oder in Betrieb genommen werden.

  • Live-Online-Unterricht fällt nicht automatisch unter die Zulassungspflicht
    • Coachingverträge

    BGH zu Coachingverträgen: Live-Online-Unterricht fällt nicht automatisch unter die Zulassungspflicht

    Mit Urteil vom 05.02.2026 (Az. III ZR 137/25) schärft der Bundesgerichtshof (BGH) den Begriff der „räumlichen Trennung“ im Fernunterrichtsschutzgesetz (FernUSG) nach. Entscheidend ist danach nicht jede Online-Wissensvermittlung „auf Distanz“, sondern ob der Unterricht ohne eine bidirektionale, synchrone Kommunikation stattfindet – also ohne ein Live-Format, in dem Teilnehmende wie bei einer Präsenzveranstaltung ohne besondere Hürden Fragen stellen und unmittelbar reagieren können.

  • Google ändert wohl bald Suchergebnisse wegen drohender DMA-Strafe der EU
    • Plattformregulierung

    Google bereitet Änderungen an der EU-Suche vor - DMA-Verfahren wegen Selbstbevorzugung läuft weiter

    Google bereitet in Europa weitere Änderungen an der Darstellung von Suchergebnissen vor. Nach einem Reuters-Bericht (via The Verge) sollen bei bestimmten Suchanfragen künftig auch konkurrierende vertikale Dienste (u. a. für Hotels und Flüge) prominenter erscheinen als Reaktion auf das laufende Verfahren der EU-Kommission nach dem Digital Markets Act (DMA).