Wenn Ihre Kreditkarte ohne Ihre Zustimmung belastet wurde, sollten Sie die Zahlung unverzüglich bei Ihrer Bank beanstanden und die Erstattung verlangen. Grundlage ist § 675u BGB.
Auch wenn eine Zahlung mit einer TAN oder über das 3-D-Secure-Verfahren bestätigt wurde, bedeutet das nicht automatisch, dass Sie diese autorisiert haben. Nach § 675w BGB reicht die technische Authentifizierung allein nicht notwendigerweise aus, um Ihre Zustimmung nachzuweisen. Ebenso wenig beweist sie automatisch grobe Fahrlässigkeit.
Verweigert Ihre Bank die Rückzahlung mit dem Vorwurf, Sie hätten Ihre Zugangsdaten nicht ausreichend geschützt, muss sie die Voraussetzungen eines möglichen Ersatzanspruchs nachweisen. Allein wegen dieses Vorwurfs darf sie die zunächst geschuldete Erstattung grundsätzlich nicht verweigern.
Wir prüfen in einer kostenfreien Erstberatung, welche Ansprüche Sie gegenüber Ihrer Bank haben. Möchten Sie die Rückzahlung zunächst selbst verlangen, können Sie dafür unseren Musterschreiben-Generator für Kreditkartenbetrug nutzen, mit dem Sie die Wiedergutschreibung des Betrages bei Ihrer Bank einfordern können.