News zum aktuellen Geschehen
in Rechtsprechung, Politik und in der Kanzlei

Hier informieren wir regelmäßig über Entwicklungen in der Rechtsprechung und im politischen Bereich in den von uns bearbeiteten Rechtsgebieten, dem Medienrecht, Wettbewerbsrecht, KI-Recht, Urheberrecht, Markenrecht, Presserecht sowie dem Datenschutz- und Informationsfreiheitsrecht. Außerdem gibt es Einblicke in den Kanzleialltag.

    • Plattformregulierung

    EU-Kommission verhängt 550 Millionen Euro Bußgeld gegen AliExpress

    Die Europäische Kommission hat gegen den Online-Marktplatz AliExpress ein Bußgeld in Höhe von 550 Millionen Euro verhängt. Nach Auffassung der Kommission hat die Plattform die Risiken durch illegale, unsichere und gefälschte Produkte nicht ausreichend bewertet und begrenzt. Es handelt sich um das bislang höchste Bußgeld, das auf Grundlage des Digital Services Act verhängt wurde.

    • Fluggastrechte

    Rechtsanwalt Carl Christian Müller moderiert Panel beim 4. Fluggastrechtstag in Wien

    Am 22. September 2026 findet der 4. Fluggastrechtstag im Juridicum der Universität Wien statt. Die Fachveranstaltung bringt Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Rechtsprechung, Anwaltschaft und Praxis zusammen und widmet sich aktuellen Entwicklungen rund um die europäischen und österreichischen Fluggastrechte.

  • SPIEGEL-Verlag Gebäude als Symbolbild für den Rechtsstreit Ulmen
    • Reputationsschutz

    OLG Hamburg im Fall Ulmen gegen Spiegel: Deepfake-Video-Verdacht durfte doch nicht verbreitet werden

    Die rechtliche Auseinandersetzung zwischen Christian Ulmen und dem Spiegel geht in die nächste Runde. Nachdem das Landgericht Hamburg die Berichterstattung des Nachrichtenmagazins im Mai 2026 noch weitgehend für zulässig gehalten hatte, hat das Hanseatische Oberlandesgericht Hamburg die Entscheidung nun teilweise korrigiert.

  • Trustpilot Bewertungen löschen lassen - rechtliche Hilfe mit kostenloser Erstberatung
    • Negative Bewertungen

    Review Bombing auf Trustpilot: Was Unternehmen gegen Mehrfachbewertungen tun können

    Wenn ein einzelner Nutzer denselben Konflikt mehrfach auf Trustpilot bewertet, kann ein verzerrtes Bild entstehen. Wir erklären, wie Trustpilot Mehrfachbewertungen und den TrustScore behandelt und wann Unternehmen rechtlich reagieren können.

  • Urteile zu Google AI Overviews
    • KI Recht

    Google AI Overviews vor Gericht: Wann Google für KI-Antworten haftet und wann nicht

    Google KI-Übersichten beschäftigen zunehmend die Gerichte. Zwei aktuelle Entscheidungen zeigen, dass Google für Inhalte in sogenannten AI Overviews nicht automatisch haftet, eine Verantwortlichkeit aber sehr wohl in Betracht kommen kann. Entscheidend ist, welche Art von Rechtsverletzung geltend gemacht wird und wie die jeweilige KI-Antwort aus Sicht der Nutzer erscheint.

  • Vortrag von Rechtsanwalt Carl Christian Müller

    Carl Christian Müller spricht beim 50. Richter*innenratschlag in Lübeck

    Vom 20. bis 22. November 2026 findet am Landgericht Lübeck der 50. Richter*innenratschlag statt. Die bundesweite Fortbildungsveranstaltung bringt seit mehr als 40 Jahren Richter*innen und Staatsanwält*innen aus ganz Deutschland zusammen, um aktuelle Fragen der Justiz, der Berufspraxis und des beruflichen Selbstverständnisses zu diskutieren.

  • Deepfake Problematik
    • Plattformregulierung

    NRW will Haftung von Online-Plattformen bei sexualisierten Deepfakes ausweiten

    Sexualisierte Deepfakes sind längst kein Randphänomen mehr. Mit wenigen Klicks lassen sich heute täuschend echte Bilder oder Videos erstellen, die Betroffene in sexualisierten oder pornografischen Situationen zeigen, obwohl es diese Aufnahmen nie gegeben hat. Für die Betroffenen bedeutet das häufig eine schwerwiegende Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte.

  • LTO Publikation zu Art. 2 EUV

    Der „Lüth-Moment“ des EuGH? Neuer LTO-Gastbeitrag zur Durchsetzung europäischer Grundwerte

    Bei der Legal Tribune Online (LTO) ist eine neue Veröffentlichung von Rechtsanwalt Carl Christian Müller erschienen. In seinem Gastbeitrag „Lüth-Moment statt Selbs­t­er­mäch­ti­gung“ ordnet er die aktuelle Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zum ungarischen Anti-LGBTIQ-Gesetz ein und fragt, welche rechtliche Bedeutung den europäischen Grundwerten künftig zukommt.

    • Kreditkartenbetrug

    Debitkarte abgefangen: Sparkasse muss rund 220.000 Euro erstatten

    Eine neue Debitkarte kommt nie beim Kunden an. Kurz darauf fehlen fast 220.000 Euro auf dem Konto. Das OLG Frankfurt stellt klar: Wer die Karte nie erhalten hat, haftet grundsätzlich nicht für unbefugte Abhebungen.

  • Hetze gegen trans Personen durch Nius
    • Äußerungsrecht

    OLG Frankfurt: Nius muss 6.000 Euro Entschädigung wegen Misgenderns zahlen

    Das OLG Frankfurt hat entschieden, dass die wiederholte falsche Geschlechtsbezeichnung einer trans Frau durch Nius deren Persönlichkeitsrechte verletzt. In Teilen wertete das Gericht die Berichterstattung sogar als unwahre Tatsachenbehauptung.

    • Negative Bewertungen

    Google zeigt gelöschte Bewertungen an: Was „wegen Diffamierung entfernt“ wirklich bedeutet

    Google zeigt auf Unternehmensprofilen in Deutschland inzwischen an, wie viele Bewertungen innerhalb der vergangenen 365 Tage aufgrund von „Beschwerden wegen Diffamierung“ entfernt wurden. Der Hinweis kann leicht missverstanden werden: Er bedeutet nicht, dass die gelöschten Rezensionen nachweislich beleidigend oder verleumderisch waren. Google zählt zu diesen Beschwerden ausdrücklich auch Fälle, in denen ein Unternehmen bestreitet, dass der Rezensent überhaupt Kunde war.

    Was genau zeigt der neue Hinweis also an? Schadet er dem Google-Ranking? Und wann kann es sinnvoll sein, die von Google angezeigte Zahl rechtlich überprüfen zu lassen?

  • LG Hamburg zu Spiegel-Bericht über Christian Ulmen: Verdachtsberichterstattung zu Deepfakes zulässig
    • Reputationsschutz

    LG Hamburg zu Spiegel-Bericht über Christian Ulmen: Verdachtsberichterstattung zu Deepfakes zulässig

    Die rechtliche Aufarbeitung der Vorwürfe im Zusammenhang mit Christian Ulmen und Collien Ulmen-Fernandes geht weiter: Das Landgericht Hamburg hat entschieden, dass der Spiegel über den Verdacht berichten durfte, Ulmen habe Deepfake-Inhalte seiner früheren Ehefrau verbreitet. Auch die Berichterstattung über Gewaltvorwürfe wurde im Wesentlichen als zulässig eingestuft.